«Gömmer Kilimanjaro»

Neun ist meine Glückszahl. Es ist das neunte Mal das ich für Aktivferien auf den Kilimanjaro gehe. Auf der Teilnehmerliste stehen neuen Namen. Der älteste Gast ist 69 Jahre alt. Wenn das keine gute Omen für eine erfolgreiche Reise sind! So packe ich einmal mehr voller Freude meine Tasche und fliege mit den Gästen nach Afrika, 330 Kilometer südlich vom Äquator.

Biogemüse am Kilimanjaro
«Das ist ein toller Einstieg in das Leben in Tansania,» sagt Stefan und fotografiert die nächst Strassenszene in Marangu. Unsere Bergführer spazieren mit uns durch ihr Dorf am Fusse des Kilimanjaro. Sie zeigen uns die verschiedenen Bananensorten, Fruchtbäume und klären uns über die Sitten und Gebräuche der hier lebenden Chaga auf. Die Chaga sind einer 127 Völkerstämme die in Tansania zusammenleben. Friedlich und ohne Streit, wie sie uns bei jeder Gelegenheit erklären. Mister Evarest führt voller Stolz durch den Garten des Kilimanjaro-Farmhaus und zeigt uns die Rüebli, Zwiebeln und Auberginen die wir beim Anstieg auf den Kili essen werden. Biologisch angebaut, wie Evarest ausdrücklich festhält. Die Frauen, welche die Kochbananen am Dorfmarkt verkaufen, lachen sich krumm als wir versuchen einen Strunk Bananen auf dem Kopf zu balancieren. Sie selbst machen das mit einer Leichtigkeit und Grazie für die wir sie nur bewundern können.

Pole Pole. Langsam Langsam.
Durch den grünen Regenwald wandern wir vom Parkeingang auf 1720m vorbei an Grünen Meerkatzen, Mantelaffen und Baumschliffer zur Mandarahütte auf 2720m. «Ich schnalle zwar noch nicht ganz, dass wir jetzt unterwegs auf den Kilimanjaro sind, aber mir gefällts!» lacht Felix und beobachtet wie ein kleiner schwarz-weisser Mantelaffe am weissen langen Schwanz seiner Mutter herumturnt. Am nächsten Morgen nebelt und nieselt es beim Morgenessen. «Hakuna matata (kein Problem)!» erklärt Mister Livingstone, unser Leadguide. «Sind wir erst einmal über  dem Regenwaldgürtel wird die Luft trockener,» lacht er. Und tatsächlich, bei den Horombohütten auf 3720m,  grüsst uns am Abend die Spitze des Kilimanjaros im sanften Abendlicht. «Ich glaube das wird nichts,» stöhnt Erika als sich die ersten Symptome der Höhenanpassung bei ihr bemerkbar machen. Aber auch hier gilt unser Mantra: Pole Pole (Langsam Langsam). Und am nächsten Morgen sitzt Erika wieder mit der Gruppe beim Frühstück und findet das Porridge schmecke gar nicht so schlecht. Wir steigen zur Akklimatisation vorbei am Zebrafelsen zum Sattel auf 4353m auf und schauen uns die Anstiegsroute zum Kraterrand genauer an. «Eine ziemliche Geröllhalde aber machbar,» lautet das trockene Urteil des 69-jährigen Roland, den unsere Mannschaft liebevoll Babu (Grossvater) nennt. Am Nachmittag teilt uns Kassim, unser Küchenjunge, beim Uno-Spielen mit den Bergführern mit, dass wir allen Kaffee aufgebraucht haben. Doch die Nachschubkette am Berg funktioniert und zum Abendessen aus Benedicts hervorragender Bergküche schlürfen wir alle wieder heissen Africacafé.

«Gömmer Kilimanjaro!»
Am vierten Tag wandern wir an Riesen-Senecien vorbei und durch die alpine Wüste hoch zur Kibohütte auf 4720m. Wir trinken noch einmal so viel Tee und Kaffee wie wir können, essen Spaghetti und legen uns in die warmen Schlafsäcke. Schlafen tun wir zwar kaum, volle Blasen und Nervosität machen sich bemerkbar. «Gömmer Kilimanjaro!» ruft Emanuel, einer unserer Führer, um Mitternacht in seinem besten Schweizerdeutsch in die sternenklare Nacht hinaus. «Pole Pole,» mahnt Mister Livingstone und führt uns im Licht der Stirnlampen bergan Richtung Kili. «Echt jetzt, in diesem Tempo?» erkundigt sich Patrik unser Jüngster mit seinen 1.89 Meter Körpergrösse und Schuhgrösse 47. Aber auch Patrik lernt hinter Livingstone halbe Schritte zu machen und wandert brav im Gänsemarsch den Berg hoch. Die Nacht ist relativ warm und es geht nur ein sanfter Wind, über unseren Köpfen leuchtet die Milchstrasse. Schritt für Schritt. Atemzug für Atemzug. Zehen in den Schuhen bewegen. Erste Gipfelaspiranten haben aufgegeben und steigen erschöpft an uns vorbei ab. Schritt für Schritt steigen wir höher. Und plötzlich sind wir nicht mehr die Letzten am Berg sondern überholen erste Berggänger. Schritt für Schritt. Atemzug für Atemzug. «Das wars, ich geh runter,» meldet sich Günther, unser zweiter Hühne in der Gruppe. «Rafiki (Freund), das sind hier bereits die Felsen unter dem Gillman’s Point, hier geben wir sicher nicht auf,» erklärt Emanuel. Ein Schluck Coca-Cola. Ein Traubenzucker in den Mund. Und weiter geht’s. Pole Pole. Schritt für Schritt. Pause. Schritt für Schritt. In unserem Rücken geht langsam die Sonne auf und bringt Wärme und Kraft zurück. Der Gillman’s Point ist geschafft. Vor uns leuchten die Gletscher in der Morgensonne. Rechts ruht der schlafende Reuschkrater. Twende Twende (Weiter weiter)! Wir wandern dem Kraterrand entlang Richtung Gipfel. Schritt für Schritt. Pole Pole. Und alle stehen wir bald schon auf dem Dach von Afrika. Mit dem Uhurupeak, dem Gipfel der Freiheit, 5895m, als höchsten Punkt. «A strong and lucky group again!» lacht unser Glücksbringer und Bergführer Goodluck übers ganze Gesicht und umarmt uns voller Freude. Wir freuen uns auch und gratulieren uns rundum gegenseitig. Livingstone weist die anderen Führer in die Schranken und so kommen auch wir zum verdienten Gipfelfoto. «Irgendwie fehlt mir noch das grosse Glücksgefühl, es ging alles so schnell», sagt Yvonne als wir abends bereits wieder in den Horombohütten sitzen. Aber als uns die Crew unter der Leitung unseres Kochs Benedict den Kilikuchen singend überreicht und wir ausgelassen Singen und Klatschen, sinkt die Erkenntnis voller Stolz und Freude in unser Bewusstsein: wir waren oben und haben uns den Traum vom Kilimanjaro erfüllt.

Zurück im Hotel feiern wir mit unseren Trägern, Bergführern, der Küchenmannschaft und den Hotelangestellten den Gipfelerfolg. Über dreissig Einheimische haben für uns gearbeitet und Tanzen und Singen und freuen sich mit uns. Wehmütig verabschieden wir uns von unseren neu gewonnen Freunden mit herzlichen Umarmungen, Dankeschöns und Glückwünschen.

Zelten unter Schirmakazien
«Wow. Der absolute Wahnsinn!» lacht Jolanda als wir mit den Safarijeeps im neuen Aktivferien Privatcamp einfahren. Über unseren neuen, geräumigen Hauszelten ragen ausladende Schirmakazien in den Himmel und vor uns wartet der Ngorogorokrater mit Nashörnern und Löwen auf unseren morgigen Besuch. «Welcome to our new Kuhama Private Camp, my dear guests,» begrüsst uns Mister Yuma stolz. «Vom Feinsten!» nickt Roman als wir uns beim Lagerfeuer in der grossen Feuerschale zum Apéro einfinden. Erste Geschichten und Erinnerungen an die Kili-Besteigung machen die Runde  und ein feines Abendessen im Esszelt: «Self Service my dear guests. Ladies first!» runden den Tag ab. Über den Zelten leuchten erneut Millionen von Sternen und wir kuscheln uns an die warme Bettflasche unter der Decke und versinken in unsere Träume.

Lion Kings und Geparden
Unsere beiden Driverguides Godwin und Castro treten plötzlich aufs Gaspedal. Den ganzen Vormittag haben wir gemütlich Büffel, Zebras, Hyänen, Schakale und Gnus beobachtet, aber jetzt pressiert es plötzlich. «Dort! Zwei Löwen!» zeigt Jolanda. Tatsächlich. Stolz spazieren zwei Löwenmännchen durch die Savanne. Direkt an unseren Jeeps vorbei. Wir beobachten wie sich bei der nahen Büffelherde ein paar Büffel absondern und mit gesenkten Köpfen Richtung der beiden Löwen marschieren. Erst stolzieren die beiden Löwen ganz cool weiter, doch als die Büffel näher kommen legen sogar die zwei Könige der Tiere einen Schritt zu und stellen mit einem Sprung über den Fluss die nötige Distanz wieder her. Im Tarangirepark entdecken wir viele Giraffen und Elefanten. Am Tarangirefluss beobachten wir eine grosse Elefantenfamilie beim Wasserlöcher buddeln und Wasser trinken. Einfach wunderschön. Und auf der Fahrt zurück zur Lodge passiert was meist auf dem Rückweg passiert, über Funk erfahren wir das zwei Geparden einen Strauss erlegt haben. Los geht’s! Nach einer wilden Fahrt entdecken wir den noch frischen «kill». Mit blutverschmiertem Gesicht beobachten uns die beiden Geparden neugierig. Godwin lacht: «Zeit für unser eigenes Mittagessen my friends!»

Begegnungen mit spannenden Menschen
Am Strand beim Bluebay-Resort auf Sansibar steckt ein farbiges Schild im Sand: «Please leave nothing but your footprints.» Das werden wir. Mit nach Hause nehmen werden wir aber viele spannende Begegnungen mit wunderbaren Menschen. Das Wissen, das der Kilimanjaro verdient werden will. Das unsere Gruppe gemeinsam ihr Ziel erreicht hat. Das Pole Pole ein Motto und Mantra fürs ganze Leben ist. Das auf einer Safari jederzeit alles passieren kann.

«Another Kilimanjaro beer?» fragt Joyce und lacht übers ganze Gesicht. Wir nicken. Auf dem neu gekauften Tshirt von Felix steht: «Kilimanjaro. If you can’t climb it. Drink it.» Die Omen für die neunte Reise haben sich bewahrheitet: Kilimanjaro. We did climb it. Now we can drink it! Maisha marefu. Prost und langes Leben. Und bis bald!

Fünf Engel im Land des Donnerdrachens

«Willkommen im Land ohne Verkehrsampeln,» begrüsst uns Mr. Taupo, unser lokaler Reiseleiter. Wir sind aber noch immer hin und weg von der Aussicht auf all die berühmten Himalayagipfel auf dem Flug von Kathmandu nach Paro in Bhutan. Und etwas auch vom Rütteln des Airbus, als er in das enge Parotal hinein kurvte. Aber Mr. Taupo gibt nicht auf:«Willkommen im Land des Glücks!» Und endlich nicken wir und das macht auch Taupo happy.

Sunny Karma
«Welcome to Sunday and a sunny day», witzelt Taupo. Als wir morgens um sieben Uhr  aufgestanden waren, reichte der Nebel bis hinunter ins Tal und ans Hotel heran. Wir schauen zweifelnd in die Nebelsuppe und nicken höflich. Durch einen Pinien- Eichenwald und blühend rote Rhododendren wandern wir Richtung des berühmten Tigernestklosters. Dicke Nebel wabern zwischen den Bäumen und hängen an den Felsen. Doch mit jedem unserer Schritte steigt auch der Nebel. Schritt für Schritt. Und dann sehen wir es. Zwischen Nebelfetzen, am Felsen klebend, ragen die typischen bhutanesischen Tempelgebäude schwindelerregend über uns auf. Ein gut gesicherter Pfad und 776 Treppenstufen führen durch eine kleine Schlucht und vorbei an einem Wasserfall hinauf zum Kloster. Die Legende sagt, dass der Guru Rinpoche hier auf einem fliegenden (weiblichen!) Tiger angelangt sei und in einer Höhle drei Monate lang meditiert haben soll. Als wir vom Kloster ins Tal hinunter schauen, strahlt die Sonne durch die Wolken auf uns herab. Ein Windstoss fährt durch den Jacarandabaum vor uns. Und dessen lila Blütenblätter wirbeln tanzend über das leuchtend goldene Klosterdach hinweg. Sissi schaut hinauf Richtung Himmel und in die Sonne und lacht: «Wir haben halt ein sunny Karma!»

Very good Karma
Auf dem 3804 Meter hohen Chele La-Pass (die Passtafel verkündet zwar stolze 3988 Meter aber die indischen Strassenbauer haben es zu gut gemeint!) spazieren wir unter Tausenden von weissen Gebetsfahnen die Krete zwischen Paro- und Haa-Tal entlang. Weiss ist die Farbe des Todes im Buddhismus und so stehen die Fahnen als Gedenkstätte für die Verstorbenen. «Nur noch bis zum nächsten Gipfel,» rufen wir Taupo zu und wandern unter noch mehr flatternden Gebetsflaggen durch. «Good Karma,» nickt Taupo, als uns dort eine Herde grasender Yaks neugierig begrüsst und beäugt. Zurück auf dem Pass kauft Annette eine Schnur Gebetsflaggen, welche wir neben den vielen anderen im Wind wehenden Flaggen aufhängen. Anu, unser Busfahrer, will unbedingt beim Aufhängen helfen, damit auch er etwas Karma mit abbekommt. «Very good Karma jetzt,» lacht Taupo.

A little blessing
Wir schauen zu den blauen Himmelsflecken und den weissen Wolken hoch,  die sich an den schneebedeckten Gipfeln der 6000er-Berge über uns türmen. Die Berge Bhutan’s  dürfen nicht bestiegen werden. Denn dort wohnen die Götter und diese sollen nicht gestört werden. Die feinen Regentropfen die vom Götterhimmel auf unsere Köpfe fallen nennt Taupo «eine kleine Segnung». Die Segnung wirkt und so wandern wir bei Sonnenschein von der gemütlichen Lodge im Haa-Tal los. Durch einen blühenden Rhododendrenwald erreichen wir ein kleines Kloster auf einem Hügel. Wir ziehen die Schuhe aus und klettern über eine steile Holztreppe nach oben. Der Betgesang der Mönche empfängt uns. Wir setzen uns auf den Holzboden und lauschen andächtig. Als die Mönche die Trommeln rhythmisch schlagen und die archaischen Klänge der Tempeltrompeten im Halbdunkel des Raumes ertönen, fühlen wir: wir sind ganz und gar in Bhutan angelangt. Auf dem weiteren Weg treffen wir auf Bauern die ihre Reisfelder ausdünnen, einen Bauer der mit der Sichel Gras schneidet, eine Frau die am Fluss Sand siebt und eine alte Greisin die nickt, als wir fragen, ob wir ein Foto machen dürfen. Sie stellt sich in ihrer traditionellen Tracht aufrecht hin, kneift den Mund zusammen und nur ihre roten Lippen verraten, dass sie wohl schon ein Leben lang Bettelnuss kaut.

Good Karma
Wir wandern von der Passhöhe der Bergflanke entlang. Ein Wald voller grüner Flechten und Moose umgibt uns. Bhutan’s Wälder bedecken rund zwei Drittel der Fläche von 38 400 km2 des Königreichs. Rote, rosa und weisse Blüten leuchten zwischen den knorrigen Rhododendron-Baumstämmen. Das unter Felsen gelegene Kali-Frauenkloster (das kleine Tigernest) queren wir unterhalb der Gebäude auf einem engen Pfad. Taupo lacht, als er unsere fragenden Gesichter sieht. «Die Nonnen schätzen die durch das Kloster wandernden Besucher nicht besonders. Sie stören beim Beten und Lernen. So vermeiden wir schlechtes Karma. Für die Nonnen. Und für unsere Gruppe.» Wir nicken zufrieden. Und wandern voller gutem Karma zum PicNic.

Hundekarma
«Wir haben gelesen, dass Hunde heilig sind in Bhutan,» fragen wir Taupo? «Nicht richtig,» antwortet er, «alles ist heilig, Blumen, Tiere, Menschen, Flüsse, Bäume, Hunde…» Die Bhutanesen glauben, einige der Hunde könnten im nächsten Leben als Mensch wiedergeboren werden. Fortan füttern auch unsere drei Hundebesitzerinnen die vielen Hunde, die hier allgegenwärtig sind. Jeder Bezirk muss Hundespitäler unterhalten und die Hunde werden einmal im Jahr eingefangen, geimpft und kastriert. Auf der Wanderung zur Lungchuzekha Gompa folgen uns fünf Hunde ab dem Dochu La-Pass bis hoch zum Tempel auf der Hügelkuppe. Zurück kommt dann bloss noch der braune grosse Hund mit uns. Wir vermuten, dass der Tempel ein besonders gutes Karma für Hunde haben muss.

Himmlische Tage im Phobjikha Valley
Nach einem Regentag und einer abenteuerlichen Fahrt (welche Anu bettelnusskauend, langsam und sicher absolviert) hinauf ins 2900 Meter hoch gelegene Phobjikha-Tal, beziehen wir bei Regen die geräumigen, weissen (und beheizten!) Hauszelte. Wir werden von freundlichen Frauen in traditionellen Kleidern begrüsst. Das bhutanesische Abendessen schmeckt hervorragend. Nachts regnet es auf die Zeltdächer, doch wir schlafen tief und fest. Am Morgen wecken uns Sonnenschein und ein strahlend blauer Himmel. Die Rundwanderung durch das landwirtschaftlich geprägte Tal voller Kartoffeläcker ist so  spannend wie abwechslungsreich. Dass wir im kleinen Tempel mitten auf der Ebene unter Aufsicht eines Mönches sogar die Tempeltrompete blasen durften, war der Höhepunkt des Tages. Christine schafft es auf Anhieb, der Trompete die urchigen Töne zu entlocken. Mein Versuch endet im schallendem Gelächter der Gruppe und einem aufmunternden Schulterklopfen des Mönches. Wir erfahren auch wieso der Rabe das Nationaltier von Bhutan ist: Er repräsentiert einerseits eine der mächtigsten Gottheiten Bhutans, den Jarog Dongchen. Sein ewiges «Arh arh arh» tönt aber andererseits wie ein Mantra und die Krähen schicken so mit jedem Krächzen ein Gebet in die Landschaft hinaus. Etwas überrascht sind wir, als uns der Küchenchef im Valley Camp abends erklärt, er habe das Kochen online ab Videos gelernt! Wie auch immer – von uns gibt’s ein grosses Lob in die Küche. Alle Reiseteilnehmer sind sich einig. Die Hauszelte, die Gastfreundschaft und das leckere bhutanesische Essen hier sind ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. Mega. Toll. Einmalig!

Fünf Engel und ein Tiger
Ich hatte ja das unglaubliche Vergnügen (null Ironie hier) diese Reise mit fünf wunderbaren (echt wahr) Frauen machen zu dürfen. Taupo erklärte sie bereits am zweiten Tag zu seinen fünf Engeln. Die Engel erklärten ihn dafür nach dem Besuch des Tigernests zum Tiger. Als ich Taupo einmal fragte, ob er denn auch happy sei, lachte er und antwortete: «Ja Dominik, aber am glücklichsten bin ich, wenn du weit hinten wanderst und ich die Engel für mich alleine habe!»

Das Land des Glücks
«Are you happy Dominik?» fragt mich Anu, unser Busfahrer, nachdem er mich etwas zur Seite genommen hatte. Ich nicke. Ja bin ich. Es macht Spass im Land des Glücks unterwegs zu sein. 97 Prozent der Bhutanesen sagen von sich selbst, sie seien glücklich. Ob staatlich verordnet oder nicht, die Bewohner des Landes Druk Yul, des Landes des Donnerdrachens, wie die Einheimischen ihr Land liebevoll nennen, machen einen zufriedenen Eindruck. Ein höfliches «Kususanpola» (Guten Tag) zaubert immer wieder ein Lächeln in die neugierigen Gesichter der Bhutanesen. Wir werden die Gastfreundschaft vermissen. Die bedächtige Art der Menschen. Das mit Chili gewürzte Essen. Insbesondere das Nationalgericht «Ema Datsi», die scharfen Chilischoten mit Käse. Die eingangs erwähnte Verkehrsampel stand übrigens in der Hauptstadt Thimphu. Weil sich aber niemand an das Rotlicht hielte, wurde sie kurzerhand wieder abgebaut. Jetzt regelt wie früher ein Polizist mit eleganten Handbewegungen den Verkehr. Das passt zu einem Königreich, in dem die Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge 50 Stundenkilometer beträgt. In dem noch Götter auf den Berggipfeln wohnen. In dem Engel reisen. Es war eine himmlisch schöne, spannende Reise durch das Land des Glücks und Donnerdrachens. Kadrinchela (Danke schön), ihr Engel: Anna-Maria, Annette, Christine, Sandra und Sissi. Tashi delek Bhutan. Auf Wiedersehen.

Dominik Abt
Wanderleiter mit eidg. Fachausweis

Mutz auf der Naturreise in Tansania

Das Murmeltier und die kleine Wanderherde in Tansania
März 2019, Dominik Abt, unterwegs für aktivferien.com auf der Naturreise in Tansania.

Es schneite. Es war kalt. Und das Murmeltier Mutz konnte einfach nicht schlafen. So beschloss es, die Naturreise von Aktivferien mit Anna, Kati, Sepp, Otto und Dominik nach Tansania mitzumachen. Hier sein Erlebnisbericht.
Natürlich hatte das Murmeltier schon viel von diesem fernen Land gehört. Viele wilde Tiere habe es da. Stolze Krieger mit Speeren gebe es dort. Und der Salat sei nur mit Vorsicht zu geniessen. Ein wenig Angst hatte Mutz schon, auf dem Flug von Zürich nach Doha und weiter zum Kilimanjaro Airport. Aber die farbigen Strassenlampen, die Skyline mit den Hochhäusern und das National Arts Museum von Jean Nouvel in Doha fand Mutz irgendwie noch cool.

Das Murmeltier und Mister Goodluck
Auf der Fahrt vom Flughafen nach Marangu grüsste der Kilimanjaro mit seiner 5895 Meter hohen Eiskappe. Aber dort wollte das Murmeltier auf dieser Reise nicht hin. Denn von der Schlaflosigkeit dort oben hatte es vom Winterschlaf in der Schweiz schon genug. «Jambo, Jambo rafiki Murmeltier,» begrüsste ein schwarzer Mann mit roter Jacke und einem breiten Lachen übers ganze Gesicht das Murmeltier. «Wer bist du denn?» fragte Mutz. «Ich bin Goodluck» antwortete der Mann. «Das ist aber ein lustiger Name,» antwortete Mutz. Der Mann nickte. «Das sagte der Mann am Schweizer Zoll auch und wollte mich erst gar nicht reinlassen. Er dachte mein Name im Pass sei ein Scherz», erzählte Mister Goodluck und lachte noch viel mehr. «Und wie war es in der Schweiz?» fragte Mutz. «Lustig!» antwortete Goodluck. «Die Schweizer kamen zu mir, schüttelten mir die Hand, sagten Grüezi Grüezi und dann rannten sie eilig weg. Bei uns hier, sagt man Jambo Jambo (Grüezi, Grüezi) und dann unterhält man sich immer ein bisschen miteinander!» Goodluck schüttelte den Kopf. «Aber komm jetzt, ich zeige Euch unser Dorf.» Und sie wanderten durch Mais-, Bananen- und Kaffeeplantagen, vorbei an kleinen Ställen mit Ziegen und Kühen und grüssten Frauen, die schwere Bananenstauden auf dem Kopf balancierten. Sie probierten vorsichtig ds selbstgebraute Bananenbier. Und in der Schule sangen die Schüler mit der Lehrerin sogar ein Lied für die Gruppe. Beim Kilimanjaro Farmhaus erklärte Mister Evarest wie sie das Gemüse für das Kilimanjaro-Trekking selbst anpflanzten und ihr Wissen der lokalen Bevölkerung weiter vermittelten. Am Nachmittag besuchte die Gruppe den Dorfmarkt. Die Marktfrauen lachten sich krumm, als Kati probierte eine Bananenstaude auf ihrem Kopf zu balancieren. Todmüde fiel Mutz abends, und nachdem er voller Vertrauen auch vom Salat gegessen hatte, in einen so tiefen Schlaf wie schon lange nicht mehr.

Mutz im Regenwald
«Jambo, Jambo!» begrüssten die Führer Goodluck, Godlisten und Victor die Gruppe am nächsten Morgen. «Es regnet,» sagte Mutz und schüttelte sein nasses Fell. «Tja,» antwortete Mister Godlisten «Wenn Regenwald auf dem Programm steht, hat es manchmal halt auch Regen drin. Ausserdem kommt bald die grosse Regenzeit!» Alle spannten ihre Regenschirme auf und wanderten los Richtung Kilimanjaro. Mutz schaute nach vorne. Nach hinten. Nach oben. Nach links. Und nach rechts. Dann sagte er: «So viele Grüntöne hat nicht einmal das frische Gras in der Schweiz im Frühling wenn es neu spriesst!» Und Sepp schüttelte sein Hosenbein aus und japste: «Aua, das piekst aber echt,» als ihm ein paar Ameisen das Bein hochkrochen. Nach vier Stunden und tausend Höhenmetern waren sie auf der Mandarahütte angelangt. Auf dem Rückweg durch den Regenwald schien dann die Sonne durch die Baumkronen und sie beobachteten in den Ästen die Blue Monkeys. Als die drei Führer am Abend zusammen mit der Crew vom Hotel das Kilimanjarolied anstimmten, sangen Mutz und die Gäste die Worte auf Swahili mit. Und als das Personal vom Hotel vor dem Schlafengehen auch noch das Maleika(Engel)-Lied sang, musste Mutz sogar ein paar Tränen verdrücken. Und er träumte von Engeln und hörte das Bushbaby (kleine Primatenart) diese Nacht nicht mehr draussen schreien.

Mutz bei den Elefanten
«Wer bist du den?» fragte das Murmeltier und schaute zu dem grossen Elefanten hoch. «Ich bin die Leitkuh,» sagte die mächtige Elefantin und stellte Murmel ihre Familie vor: Schwestern, Kinder, Enkel, Nichten und Babies. «Und wo ist der Vater?» fragte Mutz neugierig. «Ach,» sagte die Leitkuh, «der treibt sich irgendwo alleine in der Savanne rum.» Mutz nickte , denn er hatte schon ganz viele Elefantenbullen und Elefantenherden auf der Pirschfahrt im Tarangirepark gesehen. Und die Gruppe war ganz ausser sich, als sie die ersten Löwen mit ihren Jungen entdeckt hatten. Anna liebte die Zebras. Kati die Giraffen. Sepp die Warzenschweine. Und Otto liebte und filmte sie alle. Doch am besten gefielen Mutz im Tarangire Nationalpark die mächtigen, bis tausendzweihundert Jahre alten Affenbrotbäume. Deren frische, junge Blätter schmeckten nämlich so lecker, dass die Einheimischen Salat aus ihnen machten. Und nachts träumte Mutz, dass das Tarangire-Flusstal, dass sich vor der Lodge so paradiesisch ausbreitete, eine tolle Heimat für seine Familie wäre. Doch dann wurde er von Löwengebrüll geweckt und war sich plötzlich nicht mehr ganz so sicher ob das eine gute Idee ist.

Mutz im ostafrikanischen Grabenbruch
Mutz schaute über den Rand des Pools in der Lodge am Manyara Lake und blickte einem Zebra direkt in die Augen. «Hast du keine Angst hier so nahe an den Menschen zu grasen?» fragte er. Das Zebra schüttelte den Kopf: «Die Menschen dürfen hier nicht jagen, sie sind nur zum Beobachten hier. Und mit den Massai haben wir uns immer schon gut vertragen!» Das Murmeltier schaute zur Warzenschweinfamilie die sich ein paar Meter entfernt im Dreck suhlte. Dahinter grasten Gnus und Gazellen und bei den Akazien frassen Giraffen. «Wie meine Verwandten im Nationalpark in der Schweiz,» stellte Mutz fest und wünschte dem Zebra eine gute Reise. Abends sass er mit der Gruppe unter Palmen und sie schauten bei einem Glas Wein dem Farbenspiel des Sonnenuntergangs über dem ostafrikanischen Grabenbruch zu. Sie beobachteten die Gnus und Zebras, wie sie gemächlich auf die offene Weide am See zogen, wo sie nachts vor den Raubtieren sicherer waren als im Wald.

Am nächsten Morgen früh wanderten sie mit Mister Mduma an den Manyarasee. Mutz war beeindruckt. Mduma war ein echter Massai mit Speer, Messer, rotem Gewand und Pneusandalen. Unterwegs trafen sie eine Leopardenschildkröte und am Lake Manyara Tausende von rosaroten Zwergflamingos. Mduma wusste über jede Pflanze und jeden Baum etwas Spannendes zu erzählen.
Oben im Ngorogorokrater sahen sie auf der Pirschfahrt noch viel mehr Tiere. Büffel, Löwen, Gazellen, Antilopen, Schakale, Hyänen, Strausse, Kronenkraniche, Flusspferde und Gnus. «Ich hab mir das ganz anders vorgestellt. So viele Tiere, das hätte ich nie gedacht,» sagte Kati überwältigt. Und auch Mutz beobachtete gebannt das seltene Spitzmaulnashorn durch den Feldstecher. Ein mächtiges Löwenmännchen lag schlafend direkt neben der Strasse. Nachts fand Mutz eine Bettflasche in seinem etwas kühlen Bett und schlief so wohlig wie im tiefsten Winterschlaf.

Mutz wandert bei den Massai
Was für eine wunderschöne Landschaft, dachte Mutz. Der Massai Kimani führte sie durch die grüne, hügelige Landschaft, in der verstreut die aus Lehm gebauten Massai Rundhäuser mit ihren Viehkorallen lagen. Zwei farbige Massaikrieger mit Speeren bildeten das Ende ihrer kleinen Wanderschar. Ein bisschen sind wir auch zu einer kleinen Herde zusammengewachsen, dachte Mutz: eine Wanderherde. Einige Massaikinder folgten ihnen mit respektvollem Abstand. «Wieso schauen uns die Kinder so neugierig an?» fragte Mutz. Kimani lachte: «Hier wandern nur Aktivferiengruppen. Sie haben noch nicht so viele Weisse gesehen.» «Und leben hier auch Murmeltiere?» fragte Mutz. «Nein,» antwortete Kimani. «Aber schau, Ngorogoro und Serengeti bilden zusammen ein riesiges Schutzgebiet. Und hier wo wir leben, grasen die Massai-Rinder-, und Ziegenherden friedlich neben Giraffen, Zebra- und Gnuherden.» Tatsächlich, dort, im grünen Tal, entdeckte die Gruppe Giraffen und Zebras zwischen den Bäumen und etwas weiter trieb ein rot gekleideter Massai seine Ziegenherde zum Fluss. Kimani erzählte viel Interessantes über das Leben und Naturwissen der Massai. Er zeigte wie die Massai ihre Zähne mit einem Stück Holz vom Sodomapfelstrauch putzten. Mutz gefiel auch als die drei Massaikrieger demonstrierten wie man ein Feuer nur mit Holz und trockenem Zebramist entfachte. Noch mehr gefiel ihm dann, als die vielen Massaimädchen mit Kati zusammen das ganz locker auch schafften.

Mutz mitten in der Migration
Die Gruppe war sprachlos. «Oh my god,» meinte Anna. «Der reinste Gnuwahnsinn,» sagte Otto trocken. Tausende, Abertausende von Gnus grasten vor ihnen in der Savanne. Ab und zu marschierte oder galoppierte wieder eine Herde Gnus los. Braune Kälber flankierten ihre Mütter auf dünnen Beinen. Zebragruppen mischten sich mit den Gnuherden. Basil, der Driverguide lachte. «Willkommen mitten in der Migration. Es ist die letzte grosse oberirdische Tierwanderung auf der Erde. Etwa zwei Millionen Gnus und eine Million Zebras und Gazellen nehmen daran teil.» Mutz staunte. Davon hatte er schon gehört. Aber die Wirklichkeit war weit besser als sein Vorstellungsvermögen. Soweit seine Augen reichten sah er Gnus oder Zebras. Wie ein stetiger Fluss wanderten diese Herden durch die Ebene. Einmal sah er ein einsames Kalb das seine Mutter verloren hatte und alleine durch die Savanne rannte. Sie fuhren mit dem Jeep den Herden entlang und genossen das einzigartige Schauspiel. Nachts hörte Mutz einen Löwen brüllen und hoffte, dass das einsame Gnukalb noch lebte.

Mutz geht auf Fussafari
Frühmorgens ging die kleine Wanderherde auf die Fusssafari in der Serengeti. Zuvorderst der Massai Fredy, dann der Naturführer Msafiri, dann die Gruppe und am Schluss der Parkranger Manuel mit dem Gewehr. «Wir wandern Einerkolonne und sprechen leise,» erklärte Msafiri. «Hat es hier Raubtiere?» wollte Mutz wissen. Fredy und Emanuel lachten. Msafiri nickte: «Löwen, Geparde und Leoparden, alle leben sie hier!» Mutz kletterte sicherheitshalber in Dominiks Rucksack und beobachtete die Sache von erhöhter Warte aus. Aber bei den ersten Giraffen denen sie begegneten musste Mutz trotzdem den Kopf heben um der Giraffe in die Augen zu schauen. Fredy führte sie an Zebras, Impalas und Gazellen vorbei. Msafiri erklärte die Natur und die Zusammenhänge und zeigte Dominik alle Vögel unterwegs. Mutz blieb das Herz stehen, als der Massai Fredy plötzlich mit dem Speer in die Büsche zeigte und «Cheetah» flüsterte. Aber der Gepard hatte sie bereits gehört und sich in die Büsche verzogen.
«Nur eine kurze Pirschfahrt!» sagte Driverguide Basil. Alle nickten und dreissig Minuten später beobachteten sie vier Löwinnen mit acht Löwenbabies beim Säugen. «Sooooooo süss,» freute sich Anna und konnte sich gar nicht satt sehen. Etwas weiter fanden sie zwei Gepardenmännchen unter einer Akazie. Sie beobachteten die beiden Geparden wie sie eine Gnuherde ins Visier nahmen und langsam durch das hohe Gras davon schlichen. «Ich liebe kurze Pirschfahrten,» stellt Otto lakonisch fest als er seine Videokamera zufrieden ausschaltete und die Gruppe sich viel zu spät auf den Rückweg machte.
«Mister Basil, unsere Lodge ist aber dort drüben,» zeigte Sepp. «Aber Euer Bushlunch wartet hier,» lachte Basil und fuhr die kleine Wanderherde zu einem schattigen, gedeckten Tisch unter einer ausladenden Akazie. Während sie sich vom Buffet und Grill verköstigten marschierte eine Gruppe Giraffen am Horizont vis-à-vis vorbei. Zebras und ein paar Gnus grasten vor ihnen im Tal. Fredy und Emanuel standen Wache. «Das ist echt out of Africa, ich bin so was von hin und weg,» schüttelte Anna den Kopf und schaute erneut fasziniert den Giraffen am Horizont zu.
Auf der Fahrt zum Bushwalk am Nachmittag rief Anna plötzlich «Stopp, Cheetahs!» Und tatsächlich, da lagen ein Gepardenweibchen mit ihrem Jungen unter der Akazie. «Oh my god,» wiederholte Anna zum x-ten Mal auf der Safari. «Ach du meine Fresse, ich glaub’s einfach nicht,» ergänzte Kati frisch von ihrer deutschen Leber weg. Und als die Gruppe später am Nachmittag auf der Fusssafari zur Lodge zurück wanderte, machte Fredy einen kleinen Umweg und zeigte mit dem Speer auf eine kleine Erhebung direkt voraus. Mutz rutschte vor Schreck das Herz in die Hose. Diesmal lag ein einzelner Gepard faul auf dem Aussichtspunkt und beäugte die kleine Wanderherde. Mutz schaute nervös zu Emanuel zurück. «No danger!» lachte der Parkranger, «du bist eine schlechte Aufwand- Ertragsrechnung für den Geparden, Mutz!» Aber der Gewehrkolben war jetzt plötzlich ausgeklappt. Dann streckte sich der Gepard und trollte sich durch das Flusstal auf die andere Seite wo er sich im Schatten eines Baumes wieder niederlegte. Als ein Massai Mutz in der Nacht zum Zelt begleitete folgt Mutz diesem vorsichtshalber ganz nahe. Sicher ist sicher.

Mutz im Herzen der Serengeti
Die kleine Wanderherde fuhr im Jeep durch die endlose Ebene der Serengeti. Sie hinterliessen eine grosse Staubfahne. Noch hatte die grosse Regenzeit nicht angefangen. Giraffen. Schabrackenschakale. Grant Gazellen. Elenantilopen. Gnus. Zebras. Löffelhunde. Sekretär. Thompson Gazellen. Kaphase. Topis. Geier. Nach dem Naabi Hill qreuzten wieder lange Gnuherden und kleinere Zebraherden ihren Weg. Erneut beobachteten sie den endlosen Tierstrom aus der Savanne heranströmen und auf der anderen Seite am Horizont verschwinden. Basil stellte den Motor ab und deutete auf den Baum der vor ihnen aus der Savanne ragte. «Seht ihr den Leoparden dort in der Astgabel?» Die kleine Herde schaute hoch und tatsächlich, dort lag der letzte der Big Five, friedlich schlafend auf dem Baum. «Ihr seid eine Wanderherde mit viel Glück,» sagte Basil und strahlte übers ganze Gesicht. «Und wir haben einen tollen Guide mit Adleraugen,» nickte Sepp anerkennend. So viele Tiere und nun auch noch alle Big Five. Wunderschön. Am Abend am Lagerfeuer hörten sie alle wieder einen Löwen brüllen. Aber in der Nacht schlief die ganze kleine Herde glücklich und zufrieden tief und fest.
Auf dem Weg zum Flughafen war es Sepp der die Löwen zuerst entdeckte und «Stopp» rief. Was für ein Abschiedsgeschenk, eine 14-köpfige Löwenfamilie, ganz in der Nähe des Camps. Aber es kam – wie meist am Schluss – noch besser. Ein mächtiges Löwenmännchen wanderte einsam im goldenen Morgenlicht durch die Savanne und direkt an ihrem Jeep vorbei. «Schaut, er ist schon alt, abgemagert und hinkt mit dem einen Hinterbein,» zeigte Basil. «Wird er bald sterben?» fragte Mutz besorgt. Basil nickte. «Ich denke schon, die Serengeti ist kein Ort für kranke Löwen, Mutz!» Mutz schluckte, denn sein Vater war erst kürzlich gestorben. Die kleine Wanderherde verabschiedete sich schweren Herzens von der Serengeti. Weil die Safari im Jeep und die Fusssafaris so spannend und bereichernd waren. Weil sie Basil Tschüss sagen mussten. Und weil die Gruppe jetzt einen Löwenkönig kannte der ums Überleben kämpfte.

Mutz badet auf Sansibar
Auf Sansibar traf die kleine Wanderherde wieder mit der grösseren Kilimanjarogruppe zusammen. Zwei Herden die sich vermischen, dachte Mutz. Wie die Gnu- und die Zebraherden. Sie badeten im Indischen Ozean, dinnierten unter Palmen und besuchten Stonetown, den Markt und eine Gewürzplantage. «Geh doch dahin wo der Pfeffer wächst, das ist hier: Sansibar!» lachte Msellem, ihr Guide. Er zeigte ihnen so viele exotische Pflanzen und Gewürze, dass sich Mutz gar nicht alle merken konnte.
«Na Mutz, bliebst du nicht hier bei uns?» fragte der Massai Thomas bei der Abreise. Mutz schüttelte den Kopf. «Ihr habt den Kilimanjaro, tolle Landschaften, spannende Tiere, 128 Völkerstämme und eure Herzlichkeit und Gastfreundschaft – es gäbe so viele Gründe zu bleiben. Aber der Frühling kommt bald und der Winterschlaf geht zu Ende. Ich sollte bei meiner Familie und in meinem Tal nach dem Rechten sehen,» antwortete Mutz. Thomas lachte: «Ein richtiger Massai bist du geworden, Mutz, denn du trägst gut Sorge zu deiner Herde!» und der grosse Massai Thomas wünschte dem Murmeltier «Enjma Safari, eine gute Reise!» Voller Stolz umarmte der Massai Mutz jeden seiner Freunde der kleinen Wanderherde und machte sich auf den Heimweg. Mit vielen spannende Geschichten im Rucksack und Wehmut im Herzen. Kwaheri Tansania. Auf Wiedersehen.

Dominik Abt, Wanderleiter SBV mit eidgenössischem Fachausweis

Trekking in Myanmar: Mingalaba im goldenen Land.

Januar 2019, Dominik Abt, unterwegs für aktivferien.com auf dem Trekking in Myanmar

Wir sitzen am lodernden Lagerfeuer und singen uns die Seele aus dem Leib. Mit uns am Feuer sitzen die Kinder und  Erwachsenen des Bergdorfes in dem wir übernachten. Die Töffligang – das sind die acht Jungendlichen, die unser Gepäck mit ihren Motorrädern transportieren – setzen unter der Leitung unseres Kochs, er hat sogar eine Gitarre mitgebracht, zu einem nächsten Lied an. Es tönt erneut nach Liebe und Herzschmerz und unsere Boygroup gibt alles. Voller Inbrunst und Hingabe. Wir revanchieren uns mit allen Liedern, zu denen uns noch ein paar Zeilen und die Melodie einfallen. Zwei Lieder können wir gemeinsam singen: Stille Nacht/Holy Night und die kurzerhand abgeänderte Version von Happy Birthday: „Merry Christmas to you…“. Es ist eine magische, unvergessliche Nacht am Weihnachtstag unter dem mit Sternen übersäten Himmel in den Chin-Bergen im westlichen Myanmar. Unsere Schlafsäcke warten in der Schule hinter uns, welche die Dorffamilien kurzerhand für unser Nachtlager ausgeräumt hat.

Unser Trekkingguide Than, der Assistantguide Key und der Wasserträger Teho führen uns weiter auf zum Teil eigens für uns freigeholzten Pfaden durch Bambus-, Eichen- und Rhododendronwälder. Wir wandern von Bergrücken hinunter in Flusstäler, balancieren über schmale Bambusbrücken, baden die Füsse im kalten Wasser und marschieren wieder hoch auf den nächsten Bergrücken. Vorbei an alten Steingräbern, mal durch dichten Dschungel, mal durch lichte Baumhaine, zu Aussichtspunkten und begegnen unterwegs stundenlang keiner Menschenseele. Auch im nächsten Dorf hat sich der Dorfälteste seine schönsten Kleider angezogen und begrüsst uns persönlich mit einem herzlichen «Mingalaba». Er besteht darauf, dass wir in seine Hütte eintreten und serviert uns Tee. Es ist unglaublich wie einfach diese Menschen hier kochen, schlafen und leben. Unsere Crew zaubert erneut ein feines Essen aus ihren Töpfen über dem Holzfeuer. Und mit einem Schluck Mandalay Rum in den Tassen singen wir auch diesen Abend um das Lagerfeuer herum mit unserer Boygroup um die Wette. Bald schon sitzt eine Familie mit ihrer tätowierten Grossmutter und -all ihren Kindern bei uns und lacht. Einzig beim selbstgemachten Wein, den uns die Einheimischen voller Stolz anbieten, bleiben wir vorsichtig. Diese Nacht verbringen wir auf dem harten Boden der ausgeräumten Dorfkirche.

Nach sechs Tagen Trekking und vielen scheuen, wunderschönen Kinderlachen, lachenden Müttern mit ihren Babies auf dem Rücken, stolzen Männern, gesichtstätowierten alten Frauen mit farbigen Wollmützen und den schönsten Zahnlücken der Welt wenn sie ihr Gesicht in Falten legen, erreichen wir das geschäftige Kampelet, den zentralen Ort dieser Gegend. Wir übernachten in der von den Dorfbewohnern betrieben Öko-Lodge und geniessen die verdiente warme Dusche. Einfach kaltes Wasser in den Kübel indem man steht einfüllen, zwei Liter heisses Wasser aus der Thermoskanne dazu giessen und dann mit der Plastikkelle über den Kopf und Körper giessen. Himmlisch! Am Abend besuchen uns die Dorfbewohner und führen ihre Tänze für uns auf. Eine alte Frau spielt auf der Nasenflöte. Die Dorfkinder probieren kichernd die paar Wörter Englisch die sie kennen an uns aus. Und unser Koch steht im blauen Anzug, rosa Hemd, Krawatte und viel zu grossem Ledermantel wie verwandelt mit Frau und Tochter Bettelnuss kauend bei uns.

Wir besuchen ein lokales Teehaus bevor wir uns auf den Weg hinunter zur Kultur und den vielen Sehenswürdigkeiten von Myanmar machen. Es sind die besten «Churros» der Welt die wir hier geniessen, gepaart mit dem süssesten, für unseren Geschmack ungeniessbaren Tee. Auch hier freuen sich alle Gäste über unsere Anwesenheit, zücken ihre Handys und fotografieren uns. Es sind unzählige und unvergessliche Momente voller Einfachheit, Herzlichkeit und Gastfreundschaft die wir von diesen Tagen in den Chin-Bergen mit nach Hause tragen.

Die nächsten Tage gehören einigen der vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten des goldenen Landes. In der alten Königstadt Bagan erkunden wir mit unserem deutsch sprechenden Guide Ko Nyan ein paar der über 3500 Pagoden gemächlich mit der Pferdekutsche. Auf der Schifffahrt den Irrawaddyfluss hoch finden wir Zeit unser Fotos vom Trekking zu sortieren, zu lesen und die vielen Eindrücke etwas zu verarbeiten. Auf der längsten Teakholzbrücke der Welt, der U Bein-Brücke, singen zwei junge Nonnen ihr Dankesmantra für uns, als wir Ihnen einen Geldschein zustecken. Im Langboot kurven wir knatternd über den Inle-See. Besichtigen u.a. eine Lotusseidenweberei, eine Zigarrenfabrik, die schwimmenden Gärten und machen eine Wanderung durch die kleinräumige Landwirtschaft auf den Hügeln.

Zurück in Yangon besuchen wir die Sehenswürdigkeit Nummer 1 in Myanmar, die Shwedagon Pagode. Sechsundsechzig Tonnen Gold, unzählige Buddha-Statuen und und die gemurmelten Gebete der Gläubigen im Abendlicht verzaubern uns. Im legendären The Strand Hotel geniessen wir ein kühles Glas Champagner. Ein Piktogramm verbietet Küssen im Zug mit dem wir durch die Stadt fahren. Und als wir mit den Velorickshaws ein Quartier erkunden werden wir spontan an eine Neujahrsparty zu Nudelsuppe und süssem Wein eingeladen. Die Einheimischen freuen sich riesig und lachen und fotografieren als wir uns auf die kleinen Plastikhocker setzen. In einem der besten Restaurant von Yangon stossen wir ein letztes Mal mit einem Glas Wein auf zwei unglaublich erlebnisreiche Wochen an. Unzählige lachende Gesichter, spannende Begegnungen, Hunderte von goldenen Pagoden und viele schöne Zahnlücken werden uns für immer in Erinnerung bleiben. Kyaw zu ba (Danke schön) Myanmar.

Schnee auf dem Kilimanjaro

Juli 2018, Dominik Abt, unterwegs für aktivferien.com auf dem Trekking auf den Kilimanjaro 

„Welcome to Tanzania, rafiki“, begrüsst uns Mr. Goodluck am Gate zum Kilimanjaro und präsentiert stolz seine neue Aktivferien Mammut Goretex-Jacke. Ich freue mich riesig, dass auch er einmal mehr mit uns auf den Kilimanjaro kommt. Durch den Regenwald wandern wir hoch zur Mandarahütte. Beobachten unterwegs Blue Monkeys, Baumschliefer und Mantelaffen. Auf dem Weg hoch zu den Horombohütten nebelt, regnet und nieselt es. Erst am Abend zeigt sich uns der Kilimanjaro. Wir üben mit unseren Führern den Jambo Jambo-Song und singen den Essraum mit unseren Liedern bei Tee und Kaffee leer. Heute ist Akklimatisationstag und Gaudence führt uns mit gemächlichem Schritt hoch zum Zebrafelsen und weiter auf den Sattel auf 4300 m. Eine halbe Stunde über den Hütten hatten uns die Sonne und ein strahlend blauer Himmel empfangen. Vom Sattel aus zeigt sich der Kilimanjaro in seiner ganzen herrlichen, schneebedeckten Pracht wunderschön. Wieder unten geniessen wir Benedict’s fantastische Kochkünste. Es geht allen gut. Wir freuen uns auf den Gipfel. Goodluck und Pole Pole. Kilimanjaro wir kommen.

„Pole Pole,“ begrüssen uns Remy und die vier Guides um Mitternacht. Eingepackt wie Michelin-Männchen reihen wir uns vor der Kibohütte auf 4700 Meter auf. Ich zähle sicherheitshalber nochmals durch. Alle zwölf hier. „Twendei,“ los geht’s. Vor uns Stirnlampen, hinter uns Stirnlampen. Über uns der funkelnde Sternenhimmel. Unter uns sehen wir die Lichter eines Dorfes in Kenia. Dort liegen Menschen in ihren Betten und in ihren Träumen. Auch wir leben unseren Traum und arbeiten uns Schritt für Schritt den Berg hoch. Ein Schluck Tee. Hans Meyer Höhle. Zickzack im Geröll. Der Atem geht kürzer. Gaudence singt „Yo Mama, Yo Papa.“ Ein Schluck Coca Cola. Es ist kalt. Es ist windig. Die Felsen unter dem Gillman’s Point. „All good?“ fragt Remy. Wie viele Höhenmeter noch? Egal! Weiter. Schritt für Schritt. Erste Jauchzer von oben. Geschafft. Über dem Mawenzi geht die Sonne leuchtend blau-orange auf. sie bringt Energie und Wärme zurück. „Twendei, twendei!“ Weiter, weiter. Über eine hart gefrorene Schneedecke führt der Weg zum Gipfel. Michi und Peter machen noch ein paar Liegestützen kurz unter dem Gipfel… „Genug jetzt, twendei!“ Uhurupeak, 5895 Meter, geschafft. Überglücklich fallen wir uns in die Arme und verdrücken die Freudentränen. Gletscher und Krater grüssen rundum schneebedeckt. Weit unter uns sehen wir die Kibohütte und den Sattel. Das ist unglaublich! „Twendei,“ zurück und runter. Am Nachmittag sind wir nach 15 Stunden Wandern zurück in den Horombohütten auf 3700 Meter. Wir feiern den Gipfelerfolg mit Kuchen und ausgelassenem Singen. Als wir zurück ans Gate wandern, grüssen die Riesen-Senecien wie Gespensterbäume aus dem Nebel. Uns ist das Wetter in der Heidelandschaft egal. Wir haben den Gipfel im Herzen. Am Abend feiern wir am Trägerfest ausgelassen mit der ganzen 40-köpfigen Crew. Wir singen und tanzen. Jambo Jambo. Kilimanjaro. Hakuna matata. Badai und Kwaheri, rafiki. Bis bald und auf Wiedersehen meine Freunde. Ich freue mich aufs nächste Mal.

Alle Gäste haben den Kilimanjaro erfolgreich bestiegen. 1 Gast Gilman’s Point, 1 Gast Stella Point und 10 Gäste Uhuru Peak! Und das unter erschwerten Bedingungen, liegt doch vom Gilman’s Point hoch zum Uhuru Peak momentan eine geschlossene, hart gefrorene Schneedecke. Der jüngste Gast war 25, der älteste 68 Jahre alt. Und Sinah und Jonas standen präzise zwei Wochen nach ihrer Hochzeit in ihren Flitterwochen freudestrahlend auf dem Dach von Afrika. Herzliche Gratulation an alle Gäste. Und asante sana an Remy und sein Team am Berg. Fantastic job, rafiki!

Goodluck auch auf der Safari.
Massai John lacht übers ganze Gesicht als wir auf falschem Weg ins neue Camp einfahren. „Welcome to Kuhama Luxury Tented Camp,“ begrüsst uns Mister Juma. Die Flachdach-Akazien ragen über uns in die Höhe. Dahinter geht die Sonne unter. „Wow, mega cool,“ meint Simona. Wir sitzen um das Lagerfeuer und erzählen uns Geschichten. Zum Beispiel wie wir uns im Aufstieg zum Kilimanjaro gefühlt haben…
„Irgendwie dachte ich immer in Afrika sei es warm“, schmunzelt Peter, als wir am nächsten Morgen in unsere Daunenjacken eingemummt in den Ngorongoro-Krater hinunterfahren. Um ein in der Nacht gerissenes Gnu liegen 10 Löwinnen und ein Löwe satt und vollgefressen im Gras. Wir fotografieren sprachlos. „OK, if we rush a little, Dominik?“ fragt mich Driverguide Hemed? „Rhino?“ frage ich leise zurück. Er nickt und drückt aufs Gas. Wir erreichen die anderen Jeeps und beobachten das Spitzmaulnashorn wie es in die Steppe hinein marschiert. Die genaue Anzahl der Nashörner im Ngorongoro ist geheim. Wir sind glücklich, eines so nahe gesehen zu haben. Am nächsten gerissenen Gnu fressen sich zwei junge Löwenmännchen satt. Wir glauben es fast nicht, aber beim dritten Kill (sic!) liegen drei Löwen faul im Gras. Ohrengeier, Weissrückengeier, Hyänen und Schakale balgen sich um den Büffelkadaver. Just als wir den Krater verlassen wollen, entdecken wir einen Löwen und eine Löwin etwas abseits der Strasse. Die werden doch wohl nicht…? Doch! Ein paar sanfte Stupser, ein zärtlicher Biss, ein tiefes Grollen, eine sanfte Pranke um die Schulter der Löwin… und schon liegen beide Büsi wieder wohlig auf dem Rücken im Gras. „Ich fühle schon ein bisschen wie ein Voyeur” lacht Jonas, “aber fotografiert habe ich trotzdem.“ Im Tarangire geht die Sonne rot hinter den Wolken und Affenbrotbäumen unter. Marianne schaut von der Terrasse ins Tarangire-Flusstal runter und nickt: „Paradiesisch schön!“ Auf der Pirschfahrt am Morgen beobachten wir eine Elefantenfamilie beim Trinken am Wasserloch, die – erfolglose – Jagd zweier Löwinnen auf einen Wasserbock und… „Dort rechts neben dem Elefanten am Flussufer!“ ruft unser Jägersmann Michi, als er den Tarangirefluss spiegelt! “Gepard” fragt Simona? “Nein, der andere” ruft Michael. Wir schauen und tatsächlich läuft dort ein Leopard am Flussufer entlang. Grinsend hebt Driverguide Msiagi alle fünf Finger in die Höhe. Wer hätte das gedacht? Alle Big 5 gesehen. Unglaublich und absolut unerwartet. Goodluck. Nach dem Kilimanjaro nun auch auf der Safari. Morgen fliegen wir nach Sansibar an den Indischen Ozean. Wir haben viele wunderschöne Abenteuer zu verarbeiten. Zwei Tage Nichtstun. Darauf freuen wir uns jetzt.

Pole Pole in Sansibar
„Welcome in Sansibar. This is Dominik’s home away from home“ begrüsst uns Zaidi am Flughafen in Stonetown. Nach der Kälte des Kili und der Frische im Ngorongoro stehen wir endlich in unseren T‘Shirts in der Wärme. “Welcome to Bluebay Resort” begrüsst uns Benjamin im Bluebay Resort. Der blaue, lauwarme Indische Ozean lockt mit weissem Sandstrand zum Baden. Die aufgereihten Liegen unter den grünen Palmen mit Blick aufs Meer zum Ausruhen und Verarbeiten unserer vielen Abenteuer und Eindrücke: Markt in Marangu, Kilimanjaro, Safari, Zebras, Gnus, Giraffen, Löwen, feines Essen und jetzt noch das Meer. Es sind so viele gute und spannende Erlebnisse und Geschichten. „Jambo Jambo Mister Kilimanjaro“ grüsst Jonathan von der Bar und Joyce strahlt wie ein Marienkäfer: „A Kilimanjaro Beer, Mister Dominik,“ fragt sie und bringt die kalte Dose ohne auf mein Nicken zu warten. Ich trinke einen kühlen Schluck, schaue auf die Wellen und das Meer hinaus und denke: das haben wir uns alle redlich und von Herzen verdient. Auch hier im Bluebay: ein bisschen fühlt es sich an wie nach Hause kommen.