23. Dezember 2025

Safari ist ein Swahiliwort und bedeutet Reise. Wir sitzen beim Abschiedsapéro jeweils am Strand des Indischen Ozeans. Die Gäste wollen nach einer gemeinsamen tollen Reise öfters wissen, welche der verschiedenen Aktivferien-Naturreisen in Tansania meine liebste sei. Die Frage ist, wie alles in Afrika, nicht einfach zu beantworten, denn jede der Reisen in Tansania mache ich liebend gerne. Es gibt aber sehr wohl Unterschiede.
In Tansania gibt es 22 Nationalparks mit einer Fläche von 99’000 km2 , zählt man alle geschützten Gebiete dazu, sind es sogar 360’00 km2 (also 8,7-mal die Fläche der Schweiz!) oder 27 Prozent der Fläche von Tansania. Zum Vergleich: Der Nationalpark und die geschützten Biodiversitätsgebiete in der Schweiz ergeben bloss 10,7 Prozent der Landesfläche. Die rentablen Parks in Tansania, der vielen Besucher und der sehr hohen Eintrittsgebühren (pro Tag) wegen, sind: Kilimanjaro, Ngorongoro, Tarangire und Serengeti. Diese liegen alle im Norden, auf dem sogenannten Northern Circuit. Hier hat es entsprechend am meisten Infrastruktur, sprich Lodges und fahrbare Pisten. Wir sind im Norden mit geschlossenen Jeeps unterwegs und öffnen das Dach auf den Pirschfahrten. Der vielen Besucher wegen gibt es bei Nashorn- und Leopardensichtungen jeweils Ansammlungen an Jeeps. Die hohe Besucherzahl zeigt den Einheimischen aber auch den grossen Wert der Tierwelt auf, schafft Arbeitsplätze und Einkommen. Wir tragen mit unseren Besuchen also direkt zum Schutz der afrikanischen Tierwelt bei!
Highlights im Norden: alle Big Five, Dorfspaziergang und Besuch Aktivferien-Farmhaus, Wanderung durch den Regenwald am Kilimanjaro, viele Raubtiere, da viele Pflanzenfresser, grosse Elefantenherden, majestätische Affenbrotbäume, die Fahrt dem ostafrikanischen Grabenbruch entlang und natürlich das achte Weltwunder: der Ngorongorokrater sowie die Grosse Tierwanderung durch die Serengeti.
Mein Blog von der Naturreise durch Nordtansania
Die Parks im Süden und Westen sind weniger besucht, da weiter auseinander, sind schwerer erreichbar, haben weniger Infrastruktur, sprich Lodges und grosse Teile der Parks sind nicht zugänglich bzw. erschlossen. Dafür erlebt man hier ein ursprünglicheres, wilderes und somit exklusiveres Afrika. Diese unbekannteren Parks werden aus den Einnahmen der Parks im Norden subventioniert. Wir fliegen mit kleinen, 14-plätzigen Cessnas von Park zu Park und sind auf den Pirschfahrten in seitlich offenen Jeeps, sitzend unterwegs. Das Nashorn der Big Five sehen wir hier nicht. Die Tiere müssen wir auf den Pirschfahrten meist selber finden, bzw. müssen uns auf die Erfahrung, den Instinkt und die Augen unserer Guides und Fahrer verlassen. Und, hier spreche ich aus Erfahrung, diese Augen und das Wissen sind fast so ausgeprägt wie der Spürsinn der wilden Tiere, die wir beobachten! Es sind ungleich stärkere Erlebnisse, wenn wir vor «unseren selbst gefunden» Löwen, Leoparden, Büffeln, Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen, Gazellen … parken und diese ganz für uns alleine beobachten können. Und, wir können hier Tierarten sehen, welche wir im Norden nicht sehen, z. B. Grosse und Kleine Kudus oder die auf 6000 Exemplare geschrumpften Afrikanischen Wildhunde.
Highlights im Süden: Cessnafliegen, Löwen, Leoparden, Geparde, Hyänen, Wildhunde, viele Flusspferde und Krokodile, der grösste und zweitgrösste Nationalpark Tansanias, rau, wild und authentisch: Ruaha und Nyerere, Wanderung zu den spektakulären Udzungwa-Wasserfällen, Besuch Farm und Teeplantagen im Mufindi-Highland, Flussfahrten auf dem Rufijifluss, Ausflug nach Bagamoyo und die Einsamkeit auf der Lazy Lagoon im Indischen Ozean.
Mein Blog von der Naturreise durch Südtansania
Highlights im Westen: Beste Schimpansen-Beobachtungsmöglichkeit Ostafrikas im Mahale- oder Gombe- Nationalpark, die nahezu unberührte Wildnis des Katavi-Nationalparks, Schifffahrt auf dem Tanganjikasee, wo der grüne Dschungel direkt auf den Strand und den türkisfarbenen See trifft, grosse Flusspferd- und Büffelherden, Löwen, Leoparden, Hyänen, und ich weiss, ich wiederhole mich: der Besuch bei unseren nächsten Verwandten: den Schimpansen!
Mein Blog von der Naturreise durch Westtansania
Gemeinsames Highlight: Egal ob Norden, Süden oder Westen – Sie werden überall auf herzensgute Menschen treffen, welche Sie in den exklusiven Lodges (jede ist anders, jede ist speziell) umsorgen. Sagen Sie «Jambo Jambo/Grüezi Grüezi» beim Ankommen und «Asante sana/Danke schön» bei der Abreise, und Sie werden in stets lachende, strahlende Gesichter blicken! Wenn ich die Gäste am Abschiedsabend jeweils nach den Höhepunkten auf der Reise frage, kommt immer wieder auch die Antwort: Die Tierbeobachtungen waren sensationell, aber beeindruckt hat mich vor allem auch die Herzlichkeit und Lebensfreude (Singen und Tanzen) der Menschen! «Hakuna matata/Kein Problem» ist hier nicht nur die Antwort auf fast jede Frage, oder fast jeden Wunsch, sondern eine Lebenseinstellung.
Wer also gerne in kleinen Flugzeugen fliegt, gerne in offenen Jeeps unterwegs ist, Raubtiere, Flusspferde, Krokodile, Fluss-, bzw. Seefahrten und Vögel (!) liebt, dabei das wilde, ursprüngliche Afrika erleben möchte und auf die Big Five verzichten kann, für diese Abenteuernaturen werden im Süden und Westen Tansanias unvergessliche Träume in Erfüllung gehen.
Achtung Eigenwerbung: Ich begleite die Südtansania-Reise das nächste Mal vom 2. bis 18. Oktober 2026. Sehen wir uns? Viele gemeinsame Abenteuer warten!
Enjema Safari! Gute Reise!
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