Per Pedes Bergferien: Trekking vom Münstertal hinter Livigno hindurch ins Puschlav.
vom 19. Juni 2026 bis 22. Juni 2026
Wanderleiter: Daniel Abt
Die Bündner Grenze verläuft nicht überall durch Wanderterritorium. Einige Abschnitte sind ebenso schroff wie unzugänglich, derjenige vom Münstertal gegen das Puschlav ist ein gutes Beispiel dafür. Deshalb machen wir auf dieser Tour einen grossen Bogen durch Italien, bevor wir wieder Schweizer Boden betreten. Die Tour beginnt am Ofenpass und führt über die sagenhafte Hochebene Jufplaun ins Val Mora hinunter, wo die Landesgrenze einen Schwenker südwärts macht, so dass das an Skandinavien oder Alaska erinnernde Hochtal noch auf Schweizer Boden zu liegen kommt. Wir wissen das sehr zu schätzen und freuen uns über die grosszügige und unverbaute Landschaft. Beim Passo Val Mora, der eigentlich gar kein Passo ist, betreten wir italienisches Gebiet. Der Weg wird daraufhin bald breiter und bald erreichen wir den ersten der beiden Stauseen, wo eine nette Berghütte steht – was wollen wir mehr! Der nächste Tag führt uns auf einem Saumweg über eine weite Weidelandschaft südwestwärts in in die Berge südlich von Livigno. Das Puschlav liegt schon in Reichweite, und bald blinzeln bereits die schroffen Spitzen der Scima da Saoseo und des Piz Paradisin über die Grenze. Die Landschaft dies- und jenseits der Grenze könnte kontrastreicher nicht sein: weite, sanfte Alp-weiden in Italien, zackige Berge, steile Flanken und mehr als ein Dutzend klare und klarste Bergseen auf Schweizer Seite. Und das Schönste: Mitten drin liegt die Gegend des Saoseo Sees, wo wir in einem gemütlichen Berghaus mit feinem Essen und netten Hüttenwarten übernachten. Fast schade, dem Val da Camp nur einen Tag zu widmen, aber man kann ja wieder kommen…
